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Zur aktuellen Lage aus dem Kreiselternbeirat

Schulbetrieb im Hochtaunuskreis in Zeiten von Corona? Krisensitzung beim Landrat

Heute haben sich auf Initiative des Kreiselternbeirates im Hochtaunuskreis (KEB) der Landrat als Schulträger, das Gesundheitsamt und Elternvertreter zu einer Krisensitzung zum Thema Schulbetrieb in Zeiten von Corona zusammengesetzt. Dabei wurden insbesondere die folgenden fünf Punkte besprochen:

1) Die anstehenden Abiturprüfungen finden statt – der Hochtaunuskreis stellt die räumlichen Voraussetzungen in den jeweiligen Schulen – notfalls auch in einzelnen Zentren sicher.

2) Ab Montag, den 16.03.20 werden zusätzliche Reinigungszyklen und tägliche Desinfektionen, z.B. auch der Türgriffe, Toiletten etc. in allen Schulen sichergestellt. Der Kreis sichert dies mindestens für die nächsten vier Wochen zu. Künftig wird eine Zusammenarbeit von Landkreis, Schulamt und Vertretern aus der Schulgemeinschaft geben, um die Reinigungssituation an allen Schulen deutlich sichtbar und nachhaltig zu verbessern. Die beauftragten Reinigungsunternehmen sind in der jetzigen Situation explizit damit beauftragt, für ausreichend Seife und Trocknungsmöglichkeiten zu jedem Zeitpunkt in allen Schulen im Kreis zu sorgen. Der KEB bittet deshalb alle Lehrer und Schüler evtl. Mängel und Schäden sofort in den Schulen zu melden, damit solche Schwachstellen umgehend beseitigt werden können

3) Einige Schulen erwägen Schulschließungen. Wir als KEB erwarten, dass spätestens nächste Woche, wie auch in umliegenden Bundesländern, die Schulen insgesamt geschlossen werden. Deshalb sind alle Eltern aufgefordert, die Betreuungsmöglichkeiten zuhause zu prüfen. Wir empfehlen, wenn möglich, am Montag, den 16.03.20 eine geregelte Schulschließung durchzuführen, d.h. an einem Tag die Möglichkeit zu schaffen, um Bücher, Arbeitsaufträge, Kommunikationswege für die Zeit der Schließung etc. noch geordnet auszutauschen und zu besprechen.

4) Die derzeitige Kommunikation zwischen Schule, Eltern und Schülern mit der sogenannten „Ranzenpost“ und „Telefonketten“ sowie Mailverteilern der Eltern ist nicht nur lückenhaft, sondern auch im Falle von Schulschließungen nicht geeignet, um pädagogische Inhalte systematisch und gleichberechtigt an alle zu vermitteln. Deswegen fordert der KEB eine moderne und systematische Kommunikationsinfrastruktur zügig aufzubauen und die Zeit der Schließungen dafür zu nutzen im Zusammenhang mit dem zu erarbeitenden „Medienkonzept“ für den „Digital Pakt“ alle Beteiligten, also auch die Eltern, einzubeziehen. Der Kreis hat dies zugesichert.

5) Der KEB hat eine einheitliche Kommunikation im Kreis mit und zwischen den Schulen gefordert. Dabei ist klar geworden, dass es noch einige Hürden gibt, die diesbezüglich zusammen mit dem Kultusministerium und dem Schulamt überwunden werden müssen. Der Kreis hat zugesichert, für die dafür notwendige Diskussion die Beteiligten an einen Tisch zusammenzubringen.

Mit freundlichen Grüßen

Gereon Stegmann
Kreiselternbeirat Hochtaunuskreis

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