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TGK-Newsletter – 07/Schuljahr 2019/20

Liebe Eltern,

die durch das Coronavirus hervorgerufene Situation betrifft uns alle sehr heftig: Die Schülerinnen und Schüler dürfen das Taunusgymnasium nicht mehr besuchen und auch für ein Großteil von Ihnen ist der Arbeitsalltag in seiner gewohnten Art und Weise für ungewisse Zeit unterbrochen. Für Familien stellt das eine große Herausforderung dar, weil viele gewohnte Abläufe und Strukturen in der aktuellen Situation nicht mehr vorhanden sind.

 

Organisation des Lernens

Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre zahlreichen Rückmeldungen und Anregungen bezüglich der Organisation des häuslichen Lernens. Dieses Feedback ist sehr wichtig für unsere weiteren Planungen

Wir alle wissen, dass die jetzige Organisation des Lernens den regulären Unterricht nicht ersetzen kann und viele Ungereimtheiten mit sich bringt. Wie die meisten Schulen im Umkreis befindet sich das Taunusgymnasium erst am Anfang des Digitalisierungsprozesses.

 

Wir haben nach der ersten Woche der Schulschließung intern Bilanz gezogen und unser Kollegium heute nochmals auf diverse Aspekte, die für das häusliche Lernen unserer Schülerinnen und Schüler von Relevanz sind, hingewiesen.

Wir können nicht davon ausgehen, dass alle Schülerinnen und Schüler zu Hause ungestört einen regulären Schultag ableisten können. Die meisten Eltern arbeiten von zu Hause aus, Geschwister sind anwesend, nicht für alle Personen des Haushalts steht gleichzeitig ein Computer für Online-Plattformen zur Verfügung.

 

Aufgrund dieser Sondersituation haben wir alle Lehrkräfte nochmals darum gebeten, den zeitlichen Umfang zur Bearbeitung der Aufgaben und Materialien der Stundenzahl des jeweiligen Fachs in einer Schulwoche anzupassen. Wir möchten eine „Aufgabenüberfrachtung“ zukünftig unbedingt verhindern.

Die Angaben zur Bearbeitung der Aufgaben für Klassen und Kurse sollen präzise erfolgen (z.B.: Aufgabe bis wann bearbeiten? – genügend Zeit für Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler einplanen/ gewünschter Umfang der Bearbeitung?).

Zusätzlich zur Kommunikation über E-Mails können unsere Lehrkräfte – wenn sie dies möchten – ab dieser Woche auch über die Lernplattform Moodle mit ihren Klassen und Kursen kommunizieren.  Dies ist insbesondere für die höheren Jahrgänge eine sinnvolle Ergänzung bzw. Alternative zur bisherigen Vorgehensweise.

 

Auch Sie können durch die Vorgabe einer möglichst festen Tagesstruktur für die Lern- und Freizeit Ihrer Kinder einiges zur Verbesserung der jetzigen Situation beitragen. Planen Sie den Tag oder die Woche gemeinsam. So bleibt für Kinder und Jugendliche ein Teil ihrer Alltagsrealität erhalten – dies gibt Ihnen Stabilität. Sollte Ihr Kind überfordert reagieren oder das Pensum nicht bewältigen können, bleiben Sie geduldig und wenden Sie sich gegebenenfalls an die jeweiligen Lehrkräfte.

Bedenken Sie, dass die Lernsituation für Ihr Kind neu ist und es unter Umständen etwas Zeit braucht, um nach und nach besser selbständig lernen und arbeiten zu können.

 

Grundsätzlich gilt für uns alle, in der aktuellen Situation mit der notwendigen Besonnen-  und Gelassenheit zu reagieren. Unsere Planungen für das Lernen von zu Hause aus können nur gelingen, wenn wir uns alle gegenseitig unterstützen und getroffene Entscheidungen mittragen. Nehmen Sie Kontakt zu den Klassenlehrkräften oder Kursleiterinnen bzw. Kursleitern  auf, wenn es Probleme gibt und versuchen Sie diese zu lösen. Gerne vermitteln wir, wenn es an bestimmten Stellen Probleme gibt.

 

Schriftliche Abiturprüfungen

Die ersten vier Tage der schriftlichen Abiturprüfungen sind an unserer Schule reibungslos verlaufen. Wir haben alle uns möglichen Vorkehrungen getroffen (geringe Schülerzahl pro Raum, 2m Abstand zwischen den Tischen, umfangreiche hygienische Vorkehrungen), um die Bedingungen der aktuellen Situation anzupassen. Die angehenden  Abiturientinnen und Abiturienten verdienen weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit und Unterstützung. Wir wünschen Ihnen weiterhin gute Gesundheit und viel Erfolg.

 

Aktuelle Hinweise zu Klassenfahrten und Ausflügen

Das Kultusministerium hat verfügt:

Absage aller Exkursionen, Schüleraustausche, Studien- und Klassenfahrten bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020. Alle Fahrten, die bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020 durchgeführt werden sollten, sind abzusagen. Dies umfasst alle Schulfahrten, unabhängig davon, ob der Zielort vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen ist. Ebenfalls sind alle Unterrichtsgänge und außerunterrichtlichen Veranstaltungen abzusagen. Das Land Hessen übernimmt bei Absage von Exkursionen, Schüleraustauschen, Studien- und Klassenfahrten die berechtigten, vom Veranstalter in Rechnung gestellten Stornokosten. Es gilt die allgemeine Schadensminderungspflicht. Nähere Informationen über die Abwicklung der Kostenerstattung erhalten Sie zeitnah über das zuständige Staatliche Schulamt.

Wir haben die Kolleginnen und Kollegen angewiesen, alle anstehenden Fahrten zu stornieren.

 

Klassen- und Kursarbeiten und Notengebung

Einige Fragen haben mich bereits zur Notengebung im zweiten Halbjahr erreicht. Dazu gibt es eine aktuelle Information des Hessischen Kultusministeriums:

Sonderregelungen zur Leistungsbewertung, die aufgrund des Unterrichtsausfalls erforderlich werden, entwickeln wir derzeit. Dabei wird selbstverständlich sichergestellt, dass den Schülerinnen und Schülern kein Nachteil entsteht.“

Sobald wir neue Informationen erhalten, werden wir Sie selbstverständlich informieren.

 

Falls Sie grundsätzlich dringende Fragen haben oder Unklarheiten bestehen, melden Sie sich bitte bei mir.

 

Viele Grüße und bleiben Sie gesund

 

Jochen Henkel

 

Taunusgymnasium

Schulleiter

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