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Taunusgymnasium gibt ab sofort Schülerzeitung heraus

Die Vorbereitungszeit war lang, doch die Arbeit hat sich gelohnt: Die erste Ausgabe des „TGKuriers“ ist gut gelungen.

Sonja Marschall und Isabel Perales (v.r.) hatten die Idee, eine Schülerzeitung zu gründen. Es fanden sich viele, auch jüngere Schüler, die begeistert mitmachen.Bilder >Sonja Marschall und Isabel Perales (v.r.) hatten die Idee, eine Schülerzeitung zu gründen. Es fanden sich viele, auch jüngere Schüler, die begeistert mitmachen.

Königstein. Aller Anfang ist schwer – dieses viel genutzte Sprichwort hat bei der Schülerzeitung des Taunusgymnasiums seine Wahrheit bewiesen. Mehr als ein Jahr lang haben die Schüler an der ersten Ausgabe des TGKuriers gearbeitet, am Freitag wird sie erscheinen. TG steht dabei für Taunusgymnasium. Zwar gab es schon einmal eine Schülerzeitung – sie hieß „Das Original“–, aber die ist vor knapp zehn Jahren das letzte Mal erschienen.

Alles neu

Der TGKurier ist also etwas komplett Neues. Von den Rubriken über die Gestaltung des Layouts bis zur Suche der Druckerei mussten die Schüler und der das Projekt betreuende Lehrer Ingo Meinikmann alles neu auf die Beine stellen. Eine Herausforderung. „Die Schüler waren sehr enthusiastisch“, sagt Meinikmann. Doch manches sei recht schwierig gewesen. „Es war anfangs nicht einfach, alles komplett neu aufzubauen“, ergänzt Isabel Perales (17). Gemeinsam mit Sonja Marschall hat sie das Projekt Schülerzeitung initiiert. Zunächst gab es ein paar Vortreffen, dann hat Meinikmann im Zuge des Talentförderprogramms einen Workshop organisiert, um noch offene Fragen zu klären. „Daraus hat sich die Schülerzeitung entwickelt“, erläutert der Pädagoge.

Sie haben allen Grund, stolz zu sein: die Preisträger 2017.
Schüler-Presse-PreisDie besten Nachwuchsjournalisten gesucht

Starke Themen, gute Texte, schönes Layout: Viele Jungen und Mädchen zeigen in ihrer Schülerzeitung viel Talent, sind kritisch und kreativ. Eine Jury wählt nun zum 26. Mal die gelungensten Arbeiten aus.

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Isabel und Sonja haben die Federführung übernommen, sie sind die Chefredakteurinnen. Seit Beginn dabei sind auch Tim Schuster (13), Max Beck (14) und Takashi Lakebrink (14). „Einige, die anfangs dabei waren, sind wieder abgesprungen, denn es ist richtig viel Arbeit. Man muss schon mitmachen wollen“, sagt Tim. Max und Tim haben Mut bewiesen und sich an ein Interview mit Schulleiter Jochen Henkel gewagt. „Anfangs dachte ich: ,Oh, nein‘, aber das Gespräch war sehr angenehm“, sagt Tim. Und Max ist seit dem Interview überzeugt, dass Henkel, der die Schulleitung im April vergangenen Jahres übernommen hat, „der Schule guttut“.

Texte über Lehrer, über Schüler und die Schülervertretung sowie über an dem Gymnasium laufende Projekte sind die Hauptbestandteile der Zeitung. „Wir haben überlegt, ob wir auch über andere Themen schreiben sollen, aber wir wollen ja eine Schülerzeitung sein“, sagt Isabel. „Unser Ziel ist es, dass die Schüler sich äußern und ihre Meinung kundtun können.“ Dazu gebe es ansonsten kaum Möglichkeiten. So gibt es etwa ein Lehrer-Ranking oder Antworten auf die Frage nach dem perfekten Lehrer. „Der soll zum Beispiel nicht zu locker und nicht zu streng sein und einsehen, wenn er im Unrecht ist“, verrät Isabel.

Interview und Umfrage

Joshua Lohmann (12) macht gerne Fotos und hat zusammen mit Justus Strehl (11) über die Klassenfahrt geschrieben, Tim über die Skifreizeit und Felix Weiland und Jonathan Heine (beide 12) über den Kreisschülerrat. Eva Wachkamp (12) hat mit Isabel, die auch stellvertretende Schulsprecherin ist, ein Interview geführt und auch mit einem Schüler gesprochen, der sich im Sanitätsdienst engagiert. Interessant ist auch eine Umfrage von Justus. Er wollte wissen, was die Schüler am liebsten in der Pause machen: An vorderster Stelle steht das Reden. . .

Eines der wenigen außerschulischen Themen hat Takashi eingebracht. Er hat die Städte Osaka und Frankfurt verglichen. Noch recht neu dabei ist Anna Hollidt (11). Sie kann sich gut vorstellen, künftig zum Beispiel Fotos zu machen.

Um das Layout haben sich die beiden Chefredakteurinnen selbst gekümmert. Ein Programm dafür zu finden, sei nicht ganz einfach gewesen, sagen sie. Genutzt haben sie letztlich Microsoft Publisher. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Das rund 40 Seiten starke DIN A5-Heft erscheint in Schwarz-Weiß mit einem farbigen Titelblatt. Dieses zeigt eine Zeichnung des Taunusgymnasiums von Florian Marschall (13). Den Druck hat die Hausdruckerei des Hochtaunuskreises übernommen. Das Redaktionsteam hat sich entschieden, erst einmal nur 250 Stück zu ordern – bei einer Schülerzahl von rund 1100 recht wenig. Doch besser nachdrucken als viele Hefte übrig haben, dachten sich die Macher. Verkauft wird der TGKurier in den Pausen.

Es geht weiter

Nachdem das Projekt Schülerzeitung geglückt ist, soll es nach den Sommerferien auf jeden Fall weitergehen. Das Konzept steht nun, das aufwendige Layout ebenfalls – das gilt es natürlich, weiterhin zu nutzen. Angedacht ist eine halbjährliche Erscheinungsweise. Auch die Schulleitung trete für eine Fortführung ein, sagt Meinikmann, und habe die Vorstellung, dass aus dem Projekt Schülerzeitung nun eine feste AG werde, die weiterhin für alle geöffnet ist, die Spaß am Zeitungmachen haben.

Wer die AG leiten wird, stehe noch nicht fest. Meinikmann hätte sich gerne weiterhin um den TGKurier gekümmert, hat aber keine Kapazitäten. Er sei bereits mit dem Talentförderprogramm ausgelastet. Die Schüler wollen mit wenigen Ausnahmen alle weitermachen. Wäre ja auch doof, nun, nachdem so viel Arbeit in den TGKurier investiert wurde, wieder aufzuhören. Und außerdem haben sie alle viel Spaß an der Arbeit als Nachwuchsjournalisten.

Quelle: www.fnp.de vom 07.06.2018

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