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Taunusgymnasiasten besuchen größtes MINT-Netzwerktreffen

MINT-begeistert in Berlin: Ulf Linke (v. li.), Linus Dittmer, Louise Funda, Josephine Hammerschmitt, Christian Lego
MINT-begeistert in Berlin: Ulf Linke (v. li.), Linus Dittmer, Louise Funda, Josephine Hammerschmitt, Christian Lego

Königstein – Am 23. und 24. Februar fand das Hauptstadtforum des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC im KOSMOS, einem ehemaligen Großraumkino in Berlin statt. 500 MINT-begeisterte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aller 267 MINT-EC-Schulen fluteten für zwei Tage die Hauptstadt und entdeckten MINT in Praxis und Theorie. Für das Taunusgymnasium Königstein waren Josephine Hammerschmitt, Louise Funda und Linus Dittmer in Berlin dabei.

MINT-EC (Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen) ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 auf Initiative der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände.

Begeistert äußerte sich Ulf Linke, Leiter des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeldes am Taunusgymnasium Königstein, der als eine von zwei Lehrkräften die „Delegation“ des Taunusgymnasiums begleitete: „Es war eine Freude, mit so vielen interessierten Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, alle durchweg hoch motiviert, auf dem MINT400-Bildungsmarkt zu sprechen. Sie versprühten eine Menge Energie und Optimismus. Ein Großteil der Teilnehmenden strebt eine Karriere im MINT-Bereich an. Der MINT-EC hat ein wirklich exzellentes Instrument zur Nachwuchssicherung etabliert.“

„Neugier und Begeisterung für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik und eine lebendige und offene Kultur des Dialogs sind die Zutaten dieser einzigartigen Veranstaltung“, sagte Wolfgang Gollub, der Vorstandsvorsitzende des MINT-EC. „Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, welches Zukunftspotenzial in unseren Schulen heranwächst“, so Gollub weiter.

Den 400 Schülerinnen und Schülern sowie 100 Fachlehrkräften aus ganz Deutschland ermöglicht die jährliche MINT400 gleichsam einen Blick über den Tellerrand. Auf dem MINT400-Bildungsmarkt präsentierten 36 Aussteller aus Wirtschaft, Bildung und Forschung zahlreiche MINT-Studien- und Berufsmöglichkeiten sowie Ideen für einen innovativen und forschungsaktuellen Fachunterricht. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier ihre Fragen zu Studium und Beruf stellen und wichtige Kontakte für die Zukunft knüpfen.

Nach der offiziellen Eröffnung des Hauptstadtforums hörten die MINT-Interessierten wissenschaftliche Fachvorträge zu Themen wie: Zerstörungsfreie Materialprüfung, die Eigenheiten des Werkstoffs Magnesium oder Astroteilchenphysik.

Darin lernen sie nicht nur neueste Forschungsergebnisse, sondern auch die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Naturwissenschaften kennen. In ganztägigen Workshops an über 40 wissenschaftlichen Einrichtungen in und um Berlin konnten die Jungforscher und ihre Lehrkräfte am zweiten Tag des Hauptstadtforums durch eigenes Experimentieren ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen entdecken und weiterentwickeln.

Nach einem Tag voller Experimente und neuer Erfahrungen, fand die MINT400 im KOSMOS ihren feierlichen Höhepunkt: Im Rahmen der Abendveranstaltung, moderiert von Ralph Caspers (u. a. „Die Sendung mit der Maus“ und „Wissen macht Ah!“), sprach Thomas Reiter, ESA-Koordinator internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors, als Europas erfahrenster Astronaut über seine Erlebnisse im All und seinen persönlichen Werdegang. Außerdem fand an dem Abend die Preisverleihung zum internationalen Chemiewettbewerb des Royal Australian Chemical Institute statt, in dem die MINT-EC-Schülerinnen und -Schüler Deutschland jährlich exklusiv vertreten sind. Darüber hinaus entschied das Publikum über die Platzierungen der besten drei Beiträge im englischsprachigen MINT-EC SchoolSlam mit British Council.

Quelle: Königstein Woche vom 18.03.17

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