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Leserbrief in der F.A.Z. vom 23.03.16

Nicht an der Bildung!

Etwa 700 Eltern, Schüler und Lehrer hatten gegen Einsparungen in den gymnasialen Oberstufen protestiert („Wir verteidigen die Vielfalt der Bildung“, F.A.Z. vom 3. März). Dieser Schüler erläutert die Auswirkungen an Beispielen.

Ich bin zwölf Jahre alt und besuche die 7. Klasse der Schillerschule inFrankfurt. Im Artikel wurde das Problem derLehrerstelleneinsparungen

für die gymnasiale Oberstufe an Frankfurter Schulen durch das Kultusministerium ja bereits ausreichend beschrieben. Ich finde diese Entscheidung des Kultusministeriums, an der Bildung meiner Generation zu sparen, inakzeptabel!

Für mich und meine Klasse wäre in der Zukunft dann nicht nur eine verringerte Auswahl der Leistungskurse möglich, sondern unsere wöchentliche Klassenlehrerstunde, in der wir die Probleme der Klasse lösen und wichtige organisatorische Dingeerledigen, würde wegenLehrerstelleneinsparung wegfallen, was ein großer Verlust für uns wäre.Durch die Abschaffung mancher Leistungskurse in der Oberstufe, wie

zum Beispiel Physik, würde für mich, der ich gerne den Beruf des Bootsbauers erlernen würde, ein wichtiger Grundbaustein des Berufs wegfallen.

Ein konkretes Beispiel für die Einsparungen an Lehrerstellen ist unser beliebter Klassenlehrer Herr Knoob. Es kann doch nicht sein, dass uns das Kultusministerium unseren Klassenlehrer wegnimmt!

Ich finde sparen in unserer jetzigen Situation mit den vielen Ausgaben, zum Beispiel durch die Flüchtlinge, die Inklusion und den Ausbau von Ganztagsschulen, ja auch richtig, aber man kann doch nicht an der Bildung der gymnasialen Oberstufe sparen!

Tom Mudra, Frankfurt

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